Forschung oder Intuition?

Meine bisherigen Studien im Bereich der Wahrnehmung und Wirkung von Schrift und Design im Printbereich belegen eindrucksvoll, daß fundierte medienpsychologische Auseinandersetzung mit den Wirkungsphänomenen von Bild, Schrift, Farbe und Botschaft das Um und Auf erfolgreicher Kommunikation sind. In einer von medialen Reizen mehr als überfluteten Welt ist entscheidend, daß Form und Inhalt zu einer Einheit verschmelzen um beim Rezipienten die gewünschten Emotionen hervorzurufen oder zu verstärken.

Daher: Intuition ist gut, Forschung sicherer.

Psychologische Medienforschung ist in all jenen Bereichen einsetzbar, wo es um die Meßbarkeit der Wirkungsweise graphischer Elemente und den damit transportierten Botschaften geht: im Printbereich (Zeitung, Zeitschrift, Plakat, Buch) wie auch im audiovisuellen Gebiet (Film, Internet), die Forschung reicht aber auch bis hin zur Analyse von sozialen Einstellungen, Imagekonstrukten oder dem Kauf- und Kosumverhalten des Rezipienten.

Durchgeführte Forschungsprojekte:

a) Wahrnehmung und emotionale Wirkung von Schriften. Schema zur Qualitätsbeurteilung gleicher Schriften unterschiedlicher Hersteller (siehe Publikationen).
b) Wahrnehmung und Wirkung von Farben, Bildern, optimaler Einsatz und Anordnung graphischer Elemente in Kombination zum Inhalt
c) Informationsaufnahme und Informationsverarbeitung (medienpsychologische Untersuchungen zur Lese- und Lernforschung)

Was macht moderne Medienpsychologie?

Medienpsychologie versucht menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen im Zusammenhang mit der Nutzung von Medien zu beschreiben und zu erklären. Dazu greift Medienpsychologie Ansätze der Allgemeinen Psychologie, der Differentiellen Psychologie, der Sozial- und Kommunikationspsychologie und der Entwicklungspsychologie auf. Medienpsychologie ist aber nicht nur ein reines Anwendungsfach, sondern umfasst auch Grundlagenforschung: Für spezifische Phänomene der Mediennutzung und -wirkung sollen spezifische Beschreibungen und theoretische Erklärungen gefunden werden. Medienpsychologie möchte so auch wichtige Beiträge zu einer differenzierten und fundierten Betrachtung oft stark umstrittener Themen liefern.